über mich

Als Autor schreibt man über das, was man kennt; und irgendwie schreibt man gelegentlich auch, um die Menschen  etwas nachdenklicher zu machen.

Wie war es? Rückwärts verstehen, um vorwärts leben zu können… Das war nach meiner Pensionierung die Intention, die mich bewog, einen Teil meiner Erlebnisse zu Papier zu bringen und der Öffentlichkeit als Zeitzeuge des vorigen Jahrhunderts zur Verfügung zu stellen.

Nachdem der bis dato vorhandene Alltagsstress verflogen war, begann meistens nachts mein Langzeitgedächtnis die Regie zu übernehmen. Plötzlich war alles wieder da. Fast sämtliche Ereignisse aus dem damaligen kriminellen Sumpf St. Pauli`s spulten sich in meinem Kopfkino ab. Es waren heitere, lustige, nachdenkliche und tragische Situationen, die mir tagtäglich oder nachts geliefert wurden. Die Namen der handelnden Personen, teils deren Geburtsdaten, die deren „Partnerinnen“, die postalischen Anschriften, die tatsächlichen Wohnsitze und Unterschlüpfe, die Kfz nebst Kennzeichen der im Rotlichtmilieu zu findenden Alpha-Tiere, die der zweiten Reihe und die Ratten unter ihnen, alles war wieder da.

Wurde ich hingegen gefragt, was ich am Vortag zu Mittag verspeist hatte, so musste ich meist  einen Moment länger mein Gedächtnis anstrengen, um die konkrete Antwort parat zu haben.

So setzte ich mich an meinen PC und begann, tief in meine Vergangenheit zu tauchen. Das Ergebnis ist das vom ROWOHLT-Verlag angebotene Sachbuch als Taschenbuch und eBook mit dem Titel „Meine Davidwache-Geschichten vom Kiez.“

Und weil mich die alten Erlebnisse  immer noch nicht loslassen, jetzt mein St. Pauli-Krimi „Bürde der Lust“ als Print- und eBook- Ausgabe.